18.08.2026

Der Rhein und das Siebengebirge im Blick – August Sander und Gerhard Fleischer

Blick von Uckerath aufs Siebengebirge; links August Sander, 1930er Jahre; rechts Gerhard Fleischer, 2014 © August Sander: Die Photographische Sammlung/Stiftung Kultur der Sparkasse KölnBonn – August Sander Archiv, Köln; VG Bild-Kunst, Bonn, 2026 © Gerhard Fleischer

Vergleichbare Standorte zwischen gestern und heute

Zeitgleich zur Ausstellung „August Sander – Zum 150. Geburtstag“ werden in Form einer Monitorpräsentation landschaftliche Aufnahmen von August Sander jenen von Gerhard Fleischer gegenübergestellt. Im Mittelpunkt stehen der Rhein und das Siebengebirge, eine von Sander umfangreich und detailliert dokumentierte Region. 

Der Photograph und ehemalige Kameramann Gerhard Fleischer (*1952) hat sich seit 2014 immer wieder auf den Weg an den Rhein gemacht, um von Sander abgelichtete Ansichten und Formationen aufzusuchen. Fleischers Anliegen ist es, so nahe wie möglich an Perspektive und Blickwinkel Sanders heranzukommen, die Veränderung über die Zeit lässt sich so eindrucksvoll veranschaulichen. Gerhard Fleischer beschreibt sein Langzeitprojekt, an dem er nach wie vor arbeitet, wie folgt: 

„Die Idee entstand bereits während meines Photostudiums in Köln, als ich 1975 das damals neu erschienene Buch August Sander. Rheinlandschaften. Photographien von 1926 bis 1946 des noch jungen Buchverlags Schirmer/Mosel in den Händen hielt. Ich stellte mir die Frage, was sich seitdem in meiner Heimat geändert hat und was konstant geblieben ist. Das lässt sich photographisch anschaulich darstellen. So habe ich die Motive August Sanders möglichst deckungsgleich nachempfunden und dabei die jahreszeitlichen Lichtstimmungen berücksichtigt. Hierdurch kann man sehr deutlich erkennen, welche Entwicklungen es seitdem gibt — aber auch wie wenig sich bei einigen Motiven verändert hat, trotz des großen Zeitraums, der zwischen den Bildern liegt.“

Es erscheint eine Edition, die im Shop der Photographischen Sammlung/Stiftung  Kultur erworben werden kann.